Besuch der Gedenkstätte Schloss Hartheim

Exkursion in: Geschichte, Ethik, Religion

incl. Workshop „Die macht der Sprache“ 19.5.2026

Roland Igelsböck, Thomas Finker, Beatrix Mittendorfer

 

 

Wie Bilder und Sprache Menschen manipulativ beeinflussen können, erlebten die Schüler und Schülerinnen der 6. Klassen beim Besuch der Gedenkstätte Schloss Hartheim. Im Workshop „Die Macht der Sprache“ wurden Themen wie: NS-Propaganda, Wert des Lebens, Eugenik und Euthanasie thematisiert.

In Briefen und Dokumenten eines 12-jährigen Mädchens, welches in der NS-Tötungsanstalt Hartheim starb, wurde das Lebensschicksal eines NS-Opfers lebendig.

„Zum großen Bösen kamen die Menschen nie mit einem großen Schritt, sondern mit vielen kleinen, von denen jeder zu klein schien für eine große Empörung. Erst wird gesagt, dann wird getan.“ (Michael Köhlmeier – Schriftsteller/ Vorarlberg)

Dieses Zitat konnten sich die Schüler/innen als Erinnerung mit nach Hause nehmen. Die Referentin schlug vor, das Zitat in irgendein Buch oder einen Schrank zu legen, sodass die Erinnerung an die Exkursion nach Schloss Hartheim und die Erinnerung an die Opfer der NS-Euthanasie erneut aufflammt, wenn das Zitat zufällig wieder entdeckt wird.

 

 

„Uns hat nachdenklich gemacht, dass die Nazis Daten der Todesopfer gefälscht haben, damit die Familien weiter zahlen müssen (Anm.: das Geld für die Pflege ihrer Angehörigen) und sie damit noch Gewinn gemacht haben. Schockierend war auch, dass in demselben Gebäude, in dem die Opfer im Erdgeschoss getötet wurden, in den oberen Stockwerken die Angestellten ein ganz normales Leben geführt haben. Beeindruckend war auch, dass es im Ort Menschen gegeben hat, die als stillen Protest das Schloss fotografiert haben.“ Julia Edinger, Anna Eiselsberg, Jael Gusich (6mt)

„Wir fanden besonders nachdenklich, dass Menschen herabgestuft wurden, ohne dass jemand etwas über sie wusste. Sobald jemand in einer Anstalt (Anm.: Pflegeeinrichtung) war, wurde er sofort als „unbrauchbar“ eingeschätzt und dann auch häufig umgebracht, obwohl sie meistens noch arbeiten konnten, gesund oder komplett zurechnungsfähig waren.“ Lisa Übleis

„Der Ausflug ins Schloss Hartheim hat uns gefallen, da der Tag informativ und interessant gestaltet worden ist. Besonders interessant fanden wir die Geschichten der Menschen und die vielen Informationen über die Ereignisse im Schloss während der NS-Zeit. Überrascht hat uns, dass so viel gefälscht wurde und wie viele Familien erst viel später über den Tod ihrer Angehörigen erfahren haben.“ Amelie Aitzetmüler 6mt