Jeden Tag in der 3. Schulstunde hatten wir ,,Keuze‘‘. Das heißt, dass wir uns in dieser Stunde selbst aussuchen durften, zu welchem Fach und Lehrer wir gehen und woran wir lernen. Man konnte sich auch auf den Gang oder in die Bibliothek setzen-je nachdem, was man gerade braucht. Man konnte sich den Stoff jedes Quartals (das Schuljahr ist in 4, und nicht wie bei uns in 2, Teile aufgeteilt) gut selbst einteilen und musste nur darauf achten, bis Ende des Quartals alle Aufgaben fertig zu haben. Nach Jedem Pensum (=1 Quartal) hatten wir immer eine ganze Woche in der wir uns jede Stunde in der Woche selbst einteilen konnten. Die Woche darauf war Projektwoche, in der man verschiedenste spannende Dinge tun durfte. Bei meiner ersten Projektwoche reiste ich gemeinsam mit einer Schulklasse nach Eindhoven. Dort haben wir die Betriebe VDL und ASML besucht und bekamen einen Workshop von Studenten der TU Eindhoven. In meiner zweiten Projektwoche fand unsere Kulturreise nach Marrakech, Marokko, statt.
Nach schon ungefähr 4 Wochen war ich recht gut in den Niederlanden eingewöhnt, konnte mich fließend auf Niederländisch verständigen und hatte schon viele Freunde und Spaß an der Schule. Insgesamt durfte ich bei 10 verschiedenen Gastfamilien wohnen, bin also alle 2 Wochen umgezogen. Dies war am Anfang noch sehr anstrengend, aber ich genoss es, viele soziale Kontakte zu knüpfen und bin sehr dankbar, dass ich mir so ein großes Netzwerk in den Niederlanden aufbauen konnte.
Ich vermisse meine Zeit in Utrecht jetzt schon sehr. Innerhalb von fünfeinhalb Monaten konnte ich einen Großteil des Landes besuchen und habe mich erneut in die Niederlande verliebt.